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BASTA beim Seesener Kulturforum

Das im September 2015 ausgefallene Konzert hat jetzt stattgefunden und ist bestens über die Seesener Bühne gegangen. Zum vierten Mal schon gaben sich die BASTA-Sänger aus Köln die Ehre, vor dem Publikum des Seesener Kulturforums a capella Gesang vom Feinsten zu präsentieren. „Domino“ heißt das neue Programm. Neu ist auch der Bassist Arndt Schmöle, der sich zusammen mit William Wahl, Thomas Aydintan, René Overmann und Werner Adelmann auf die Gesangsbühne wagt. So singen die fünf Herren zu Beginn von „Kloß im Hals“ und „Lampenfieber“, spielen sich selbst als noch nicht ganz perfekte „Vorband“ und resümieren am Ende: „Alles, was danach kommt, kann nur besser sein!“ Das Publikum merkt: Das Programm beinhaltet sehr viel Ironie, vor allem Selbstironie.

„Bastalavista“ handelt von Rügen, der ehemaligen „Copacabana der DDR“, und ist musikalisch-rhythmisch eine Samba Brazil. Von „Seesen, dem Venedig des Harzes“ führen die Sänger in die „echte Langustenstadt“, wobei es belcantabile heißt „Kleiner Gondoliere verpiss dich!“
Die Texte laden zu humorvollen Zwischenconferencen ein. Hier tun sich meistens William und Thomas hervor. Die Bühnenperformance zeigt Spielfreude und pantomimischen wie tänzerischen Einsatz. Die Altgedienten agieren locker, während der Neue noch etwas steif bleibt.
„Der Mann, der keine Beatbox konnte“ - stimmlich, wie auch rhythmisch – ist Thomas Aydintan; aber seine Version zwischen base drum, high hat und snare drum ist eigentlich ganz schöne und neue Musik. Er boxt sich durch in ein neues Metier hinein voller Offbeats.

Die BASTA-Sänger bringen in parodistischen Glanzlichtern Peter Maffay ins Gedächtnis. William Wahl erinnert sich: „Ich war 16 und sie 81“. Sie, das war die Oma. Der Kommentar wird durch Roberto Blanco gegeben: „Ein bisschen Spaß muss sein!“ Die Texte sind Neuschöpfungen, die musikalischen Anlehnungen sind eher Kurzzitate als Cover-Versionen. Auch Reinhard Mey wird „Über den Wolken“ eine neue Figur. Bei BASTA passt er da sehr gut ins Spiegelbild des Badezimmers. Die Hommage an Gottes „Schöpfung“ – genau genommen sind es zwei Schöpfungen („Am Anfang war es trübe, am Anfang gab es nichts …“) – endet im Schlussbild à la Michelangelo im gott-menschlichen Beseelungskontakt zwischen den Zeigefingern zweier Sänger.

„Domino“ ist vielleicht der Höhepunkt. „Domino“ ist der Titel des A-capella-Abends.
„Domino“ ist lateinischer gregorianischer Gesang: „Domino et sancto spirito et agnus dei“.
Sich gesanglich-dichterische Reime machend landen die Barden bei „Kimono“, „Dynamo“, „Griff ins Klo“ … und schließlich bei „Agnes´ Deo“; insgesamt ist es ein herrlich malefiziöses Spiel.
Im gesanglichen Gewand der Village People von YMCA – ohne Verkleidung! – gibt es „ADHS“ und „ADAC“. Zum Finale läuft René Overmann zu Hochform auf: Zunächst spielt er den schüchternen, aber selbstüberzeugten „Womenizer“. Wir befinden uns inzwischen längst im Zugabenteil beim A-capella-Konzert beim Seesener Kulturforum und René glänzt erneut in seiner Rolle als Herbert Rosenberg, unüberhörbar als Schwager von Marianne und Grönemeyer.

Schade, dass irgendwann immer das Ende sein muss. Das Publikum hätte es noch länger mit den sympatischen Männern von BASTA ausgehalten. Die allerletzte Zugabe erklingt schließlich im Foyer der Seesener Aula. Das wars dann wirklich: Basta!

Joachim Frassl


Antonio Mateo

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Nachricht vom 6.3.16 12:26

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