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Basta beim Seesener Kulturforum

Inzwischen war Basta, die A-capella-Gruppe aus Köln, bereits zum dritten Mal in der Harzstadt beim Seesener Kulturforum und die Songs werden langsam zu Ohrwürmern. Seit inzwischen acht Jahren sind die Musiker auf den Bühnen im Geschäft, sie sind längst nicht mehr eine „Boy Group“. Das Quintett aus Köln verpackt die klassische Kunst des A-capella-Gesangs modern und rhythmisch vielseitig in den selbsterzeugten Instrumentalbegleitungen. In der Regel gibt es einen solistischen Lead-Sänger, der Rest „macht die Musik“. Die Sänger sind stimmlich sehr flexibel – es gibt anscheinend keinen Stammplatz für Tenor-, Bariton- oder gar Counter-Stimme, allein der glattfrisierte Andreas Hardegen hat die Bassstimme gepachtet. Die Sänger sind neben ihm noch Werner Adelmann, Thomas Aydintan, René Overmann und William Wahl.

Seesen ist unsere zweite Heimat – sozusagen! So begrüßt William das Publikum nicht ganz glaubhaft, denn verschmitzte Ironie wird an diesem Abend groß geschrieben. „Meine neue Freundin“ – jene Tochter eines Schönheitschirurgen, die vor einiger Zeit ihr Schöpfer Bodo Wartke in Seesen präsentierte – ist immer wieder neu zu entdecken, so auch in der Gesangsversion von Basta.

Die Basta-Texte überzeugen inhaltlich, aber auch weil sie mit Sprache spielen, die subtilen Kalauer entheben sich jeder Schmerzgrenze, so auch, wenn über die

„Esso-Ess“-Raststätte an der Autobahn in ABBA-Version gejammert wird.

Die gesungenen Instrumentenbegleitungen schaffen Geigenklang inclusive der notwendigen Pizzikati, während „Wir könnten Freunde sein“ an die großen Comedian Harmonists erinnert. Die fein fünfstimmig gesetzten Schlussakkorde sind brillianter Barber Shop Gesang, die „Prinzen“ vergangener Jahre klingen manchmal stilistisch durch.

René Overmann ist der Parodist und Stimmenimitator der Gruppe. Er holt für „Like a virgin“ Dean Martin auf die Bühne, ein anderes Mal verzwittert er Marianne Rosenberg und Herbert Grönemeyer.

Die Choreographie ist dezent, aber sinnvoll ironisch strukturiert – nicht nur beim Flamingo-Titel im Flamenco-Takt. Der lichtorgelnde Background wirkt dagegen wie eine Farbkritzelei am Rande, ohne Sinn und Wirkung. Die Basta-Sänger brauchen und nutzen die Verstärkertechnik in bester Weise für ein großes Spektrum von Klangmöglichkeiten. Dass sie auch ohne Mikros hervorragend harmonieren, zweigen sie im Zugabenteil: „For the longest time“ lässt wehmüig an ihre Straßenmusik-Ära erinnern. Dem begeisterten Publikum beim Seesener Kulturforum wird im Anschluss an das Konzert – neben Autogrammen und CDs – im Foyer der Aula noch ein Beatles-Ständchen gebracht.

Joachim Frassl

Hier die ersten Fotos:


Basta beim Seesener Kulturforum Fotos Bericht

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Nachricht vom 27.1.09 12:59

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