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Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Das war kein Prolog für die neue Saison des Seesener Kulturforums! Das war bereits ein bleibendes -- und hoffentlich wiederkehrendes -- Highlight im Jahresprogramm: Die vier Musikerinnen vom "Salut Salon" begeisterten und verzauberten das Publikum in der Aula des Schulzentrums. Angelika Bachmann (Geige, Gesang), Iris Siegfried (Geige, Gesang), Anne-Christin Schwarz Violoncello) und Anne-Monika von Twardowski (Klavier) präsentierten sich als ein Quartett der Extraklasse.

Verführerischer Charme, intelligenter Witz, virtuoses Können und kreatives Arrangieren ergeben ein musikalisches Mehrgänge-Menü zum Genießen. Als Ohrenschmeichler dient Brahms? Ungarischer Tanz, fein gewürzt mit Zitaten; zur Vorspeise Piazolla; der nächste Gang ein Façonschnitt des Barbier von Sevilla; zwischendurch etwas Konversation mit einem Chançon nach Georg Kreisler: "Mein Mann will mich verlassen". Den Instrumenten werden ungewöhnliche Klänge entlockt. Frei nach Modest Mussorgski entpuppt sich eines der Küchlein in den Eierschalen als Kuckuck. "Bruder Jakob", jenes Weck-Lied aus dem 13. Jahrhundert, ist Anlass für einen musikalischen Ritt durch die Stilgeschichte der Musik und über die Kompositionen hinweg.

Ist es große Klassik oder Salonmusik, wenn die Saiteninstrumente sich duellieren? Die Vorträge wirken spielerisch improvisiert; nachdem der Flügel, inzwischen rauchend, warm gespielt ist, kann Pablo de Sarasates "Tarantella" furios starten.

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Mozart klingt plötzlich wie Gershwins "Rhapsody" und endet im Tango.

Joachim, ein Zuschauer aus der ersten Reihe wird schließlich mit dem Kreisler-Lied als der Mann "mit den drei blauen Augen" besungen. Verführerisch bleibt auch noch das anschließende russische "Korobuska". Mit von der Partie ist noch Oskar, kaum ein Meter groß, aber eifriger
Eingreifer in das musikalische Geschehen, sei es mit Metallophon oder mit Geigenbogen an fremden Saiten.

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Bestes "Entertainment" ist ein Ragtime an zwei kreuzweise benutzten Geigen.

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Der "Hummelflug" von Cello und Gitarre wird zu "Moskito": "Wenn sich die Nacht schwer auf den Magen schlägt". Ein "Fantasie-Impromptu" (Chopin) wechselt durch die Instrumente: von der Saxophon-Kindertröte, über die "backhand" gespielten Geigen bis hin zu "Dr. Schiwago" mit Balalaika-Klang.

Die Zugabenliste ist lang, abwechslungsreich und birgt immer noch Überraschungen. Sieben mal war das Thalia-Theater in Hamburg bei "Salut Salon" bereits ausverkauft. Die Musikerinnen begeistern die Welt in St. Petersburg, Barcelona, Shanghai und New York. In Bezug auf Seesen muss
man sich darauf verlassen: Was die Verantwortlichen des Seesener Kulturforums als programmwürdig aussuchen, ist einfach Spitze.

Bericht: Joachim Frassl
Fotos: Antonio Mateo


Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum

Foto Salut Salon beim Seesener Kulturforum


Fotos: Antonio-Mateo.de


Nachricht vom 13.9.09 11:16

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