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The McCalmans zum Saisonabschluss beim Seesener Kulturforum

„The McCalmans“ aus Schottland setzten mit ihrem Gesang die letzten Harmonien in eine äußerst erfolgreiche Saison 2009/10 des Seesener Kulturforums. Familiäre Harmonie ist auch zu spüren zwischen den Seesener Knöterichen und dem befreundeten Folk-Trio, eine Harmonie, die das Publikum im Saal zu einer großen Familie werden lässt. Das Trio mit Ian McCalman, Nick Keir und Stephen Quigg ist nicht nur Schottlands erfolgreichste Folkgruppe, sondern konkurriert auch bravourös mit der Folkmacht der benachbarten grünen Insel, vielleicht auch, weil sie nach dem Motto „No Whisky, No Beer“ Mineralwasser ihre schottischen Stimmbänder schonte.

Es ist mehr als nur ein Vorprogramm, was „Quasimodo Knöterich“ zu Beginn auf der Bühne präsentiert. Gert Jung, Ingo Feix, Thomas Reichert, Andreas Tappe, Volker Kilian und Rolf Kürschner stimmen das Publikum auf die Insel-Musik ein. Sie präsentieren mit „Irish Soldier Laddie“ einen Frisch-Import direkt aus Irland, bringen die „Rolling Stones“ mit „Long Black Veil“ in Erinnerung. Jubiläumshinweise zeigen, dass die Truppe auch älter wird, so wird selbstironisch-lästerlich dann auch kurz von „Betreutem Musizieren“ gesprochen. „As Soon As I Can“ ist ein vorgezogener „Beitrag zum Muttertag“.

Die McCalmans stehen inzwischen zum x-ten, leider zum letzten Mal auf der Seesener Bühne, denn das Trio löst sich auf, und damit findet auch die jahrelange Verbindung mit Kult-Charakter, das wiederholte Neben- und Miteinander von Seesener und Scottish Folk beim Kulturforum, ein Ende. Ausgelassenes Musizieren mischt sich – besonders bei den Knöterichen – mit Wehmut.

Das Programm der McCalmans ist vielfältig, Balladen lösen (Anti-)Trinklieder ab, Songs wechseln mit Instrumentals, Hochgenuss bieten die dicht parallel gesungenen A Capella-Lieder. Die irische Rahmentrommel Bodhrán kommt durch Stephen ins Spiel, Nick in der Mitte wechselt zwischen Gitarre, Whistle („Die Pfeife: Ein Doodle ohne Sack!“) und Mandoline. Man erfährt: Der animierte Zeichen-Filmheld Shrek ist Schotte: Die McCalmans animieren das Publikum zu einem harmonischem Hallelujah-Gesang. Später singt es auch noch bei „It´s 5 o´clock in the morning“ mit, derweil rückt der Zeiger Richtung 23 Uhr. Die Zuschauer hören auch die unglaubliche Geschichte des Einbrechers Big Fat Norman, der als „Sister Josephine“ zwölf Jahre im Nonnenkloster überlebte.

Das begeisterte Publikum bekommt am Ende natürlich seine Zugaben. Da sind dann die Musiker von Quasimodo Knöterich auch wieder in gemeinsamer Session dabei. Es wird eine kurze gemeinsame Abschiedsession. Weitere Zugaben werden erklatscht. „Caledonia“ fällt in die Kategorie der songs about homesickness. Noch einmal wird von den McCalmans ein Dreigesang a capella geboten, ehe in irgendwelchen Seesener Pubs und Kneipen noch weiter gefeiert wird: Abschied.

Joachim Frassl

Foto: Antonio Mateo

Foto: Antonio Mateo

Foto: Antonio Mateo

Foto: Antonio Mateo

Foto: Antonio Mateo

Foto: Antonio Mateo

Foto: Antonio Mateo

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Nachricht vom 10.5.10 10:38

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